Versicherungen für Beamte
Als Beamtin oder Beamter bekommst du Beihilfe vom Dienstherrn und versicherst den Rest privat. Wie viel das ist, hängt von deinem Bundesland und deiner Familie ab. Der Rechner zeigt es dir in einer Minute.
Beihilfe in Hessen: So wird dein Satz berechnet
Hessen rechnet anders als die meisten Bundesländer. Es gibt einen Satz für die ganze Familie, und der steigt mit jedem Familienmitglied.
Ist dein Ehepartner selbst beihilfeberechtigt oder verdient er mehr als die Einkommensgrenze, erhöht sich dein Satz durch die Ehe nicht.
Grundlage: § 15 Hessische Beihilfenverordnung.
Im aktiven Dienst
- Ledig
- 50 %
- Verheiratet
- 55 %
- Für jedes Kind im Familienzuschlag
- plus 5 %
- Höchstens
- 70 %
- Als Anwärter oder Referendar
- 70 %
- Im Ruhestand
- 70 %
Beihilfe in den anderen Bundesländern
In den meisten anderen Ländern hat jede Person in der Familie einen eigenen Satz: du, dein Ehepartner und jedes Kind. Die Sätze und Ausnahmen unterscheiden sich von Land zu Land. Welcher Satz für dich gilt, zeigt dir der Rechner oben.
Private Krankenversicherung für Beamte
Was die Beihilfe nicht zahlt, deckst du mit einer privaten Krankenversicherung ab. Sie heißt Restkostenversicherung, weil sie genau den Rest versichert. Deshalb ist sie für Beamte meist günstiger als die gesetzliche Krankenkasse, in der du den vollen Beitrag allein zahlen müsstest.
Worauf wir bei der Auswahl achten
- Passt der Tarif genau zu deinem Beihilfesatz, auch wenn sich der Satz später ändert, etwa durch Kinder oder die Pension?
- Welche Leistungen zahlt die Beihilfe in deinem Land nicht, und deckt der Tarif diese Lücken?
- Wie entwickeln sich die Beiträge, wenn du älter wirst?
Öffnungsaktion für Beamte
Wer neu verbeamtet wird, kann innerhalb von sechs Monaten in die private Krankenversicherung, auch mit Vorerkrankungen. Ein Risikozuschlag ist dann auf höchstens 30 % begrenzt, Leistungsausschlüsse gibt es nicht. Die Frist beginnt mit der Verbeamtung, deshalb lohnt sich das Gespräch früh.
Dienstunfähigkeitsversicherung für Beamte
Wirst du dienstunfähig, bekommst du je nach Dienstjahren nur ein geringes Ruhegehalt. Als Beamter auf Widerruf oder auf Probe wirst du in der Regel entlassen und in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Die Rente daraus ist meist sehr klein. Eine Dienstunfähigkeitsversicherung zahlt dir dann eine monatliche Rente.
Wichtig ist eine echte Dienstunfähigkeitsklausel: Der Versicherer zahlt, wenn dein Dienstherr dich für dienstunfähig erklärt, ohne eigene zweite Prüfung. Nicht jeder Tarif hat sie.
Versicherungen im Referendariat und als Anwärter
Im Vorbereitungsdienst bist du Beamter auf Widerruf. Du bekommst Beihilfe, aber noch kein Ruhegehalt bei Dienstunfähigkeit. Drei Dinge solltest du am Anfang klären:
- Private Krankenversicherung mit Anwärtertarif, der später in den normalen Beihilfetarif übergeht
- Dienstunfähigkeitsversicherung, solange du jung und gesund bist
- Diensthaftpflicht, vor allem als Lehrkraft
Versicherungen für Lehrerinnen und Lehrer
Julian Phan hat in Gießen Lehramt studiert und berät viele Lehrkräfte. Er kennt die Fragen, die im Referendariat und in den ersten Dienstjahren aufkommen: Wann lohnt sich welche Absicherung, was gilt bei Teilzeit, was bei Elternzeit.
Zwei Versicherungen sind für Lehrkräfte besonders wichtig:
Diensthaftpflicht
Wenn dir im Unterricht oder auf einer Klassenfahrt ein Fehler passiert, kann dein Dienstherr dich bei grober Fahrlässigkeit in Regress nehmen. Auch ein verlorener Schulschlüssel kann teuer werden. Die Diensthaftpflicht zahlt in solchen Fällen.
Dienstrechtsschutz
Bei Streit mit dem Dienstherrn, etwa um eine Beurteilung, eine Versetzung oder ein Disziplinarverfahren, übernimmt der Dienstrechtsschutz Anwalts- und Gerichtskosten.
Pensionsplanung für Beamte
Wie hoch deine Pension später ist, hängt von deinen Dienstjahren und deiner Besoldung ab. Wir rechnen mit dir aus, was du im Ruhestand ungefähr bekommst, wo eine Lücke entsteht und wie du sie mit Vorsorge und Vermögensaufbau schließt.
Häufige Fragen
Was kostet die private Krankenversicherung für Beamte?
Das hängt von deinem Beihilfesatz, deinem Alter, deiner Gesundheit und dem Tarif ab. Weil du nur den Teil versicherst, den die Beihilfe nicht zahlt, ist der Beitrag niedriger als bei einer vollen Krankenversicherung. Eine konkrete Zahl nennen wir dir im Gespräch.
Wer zahlt die private Krankenversicherung von Beamten?
Den Beitrag zahlst du selbst. Dein Dienstherr beteiligt sich über die Beihilfe direkt an deinen Krankheitskosten.
Welche PKV ist die beste für Beamte?
Die eine beste gibt es nicht. Entscheidend ist, ob der Tarif zu deinem Beihilfesatz, deinem Bundesland und deiner Lebensplanung passt. Das vergleichen wir mit dir.
Kann ich als Beamter in der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben?
Ja. Dann zahlst du den Beitrag aber meistens allein, ohne Zuschuss vom Dienstherrn. Für die meisten Beamten ist die private Krankenversicherung deshalb günstiger. Ob dein Bundesland eine pauschale Beihilfe für gesetzlich Versicherte zahlt, klären wir im Gespräch.
Was ändert sich bei der Pension?
In Hessen steigt die Beihilfe im Ruhestand auf 70 %. Wie es in deinem Land aussieht, zeigt der Rechner. Dein Tarif sollte sich an den neuen Satz anpassen lassen, ohne neue Gesundheitsprüfung. Und es lohnt sich, früh auszurechnen, wie hoch deine Pension sein wird.
Beratet ihr auch Beamte außerhalb Hessens?
Ja, wir beraten Beamte aus ganz Deutschland, per Video. Schwerpunkt ist Hessen.
Lass deine Absicherung prüfen
Ob Referendariat, Verbeamtung auf Probe oder Wechsel des Tarifs: Wir schauen uns deine Situation an und sagen dir, was sinnvoll ist.